Review: Majolica Majorca Perfect Automatic Liner

Die japanische Kosmetikmarke Shiseido ist äußerst exklusiv. Ausgerichtet auf das Schönheitsideal der Asiaten von bleicher Haut und dunklen Augen verspricht Shiseido “asiatische Traditionen und Spitzentechnologie in Einklang” zu bringen und verlangt dafür auch schon mal gerne 50 Euro für ein Make Up.

Doch vor einiger Zeit gründete Shiseido eine weitere Kosmetikmarke für das etwas jüngere und weniger betuchte Volk namens “Majolica Majorca” – das ist fast ein bisschen so wie wenn Müller seinen Milchreich bei Penny für einen Bruchteil des normalen Preises unter dem Namen “Elite” verscherbelt. Nur dass Shiseido nicht einfach Etiketten umklebt sondern für die Tochterfirma eine eigene Herstellung betreibt.

Wie auch immer, da in Asien ein Riesen Hype um Majolica Majorca betrieben wird, dachte ich mir ich besuch’ mal wieder eBay und gönn’ mir etwas – nämlich (unter anderem) den sogenannten “Perfect Automatic Liner” – einen flüssigen Eyeliner in Filzstiftform, ähnlich wie dem “Maybelline Liquid Line Definer“, den man in jedem Supermarkt finden kann.

Die Verpackung des Perfect Automatic Liner

Wie man sieht ist er wirklich unheimlich niedlich verpackt und einfach nur hübsch anzusehen – wenn die Packung schön ist schreit’s in meinem Kopf sowieso “KAUFEN KAUFEN!”. Ich bin ein hilfloses Opfer der Werbeindustrie.

Der Eyeliner kommt ein bisschen wie ein Billy-Regal, nämlich in Einzelteilen. Man muss den Stiftkopf erst auf den Körper aufklipsen und dann ein paar Mal am hinteren Ende drehen so dass es öfters “klickt”. Durch diesen Klickmechanismus wird die schwarze Farbe in den Kopf des Eyeliners befördert und man kann ihn wie einen Filzstift verwenden.

Man sollte vorsichtig sein beim Klicken, sonst geht es einem wie mir – ich war etwas ungeduldig und hab mir gleich mal zwei volle Umdrehungen geleistet, was mit einem großen schwarzen Farbklecks auf meiner Hose belohnt wurde.

Die Deckkraft des Eyeliners ist im Vergleich zu den “normalen” Eyelinern die ich verwende, wie z.B. dem “L’Oreal Super Liner” etwas weniger stark. Mein Tipp daher: vor dem Auftragen des Perfect Automatic Liner etwas schwarzen Kajal verwenden.

Die Handhabung ist etwas gewöhnungsbedürftig wie ich finde. Für den “normalen” Lidstrich stell’ ich mich mit ihm definitiv zu dumm an, da muss mein Gel-Eyeliner wieder her.
Wofür man den Majolica Majorca Perfect Automatic Liner aber wirklich sehr gut verwenden kann ist für den kleinen “Schwung” am Ende des Lidstrichs, den Dita von Teese berühmt gemacht hat. Dieser fällt mir mit dem relativ großen Pinsel eines normalen Eyeliners extrem schwer, mit dem Perfect Automatic Liner ist das aufgrund des dünnen starren Pinsels um einiges einfacher, da man präziser arbeiten kann.

Hat sich das ganze Ge-ebaye und Gewarte auf den extra aus Japan importierten Eyeliner denn nun wirklich gelohnt? 15 US-Dollar inklusive Versand hat mich der Spaß gekostet, das sind ca. 11 Euro. Entspricht ungefähr dem Preis für einen Standard Supermarkt-Eyeliner von Marken wie L’Oreal oder Maybelline.
Und auf die hätt’ ich wenigstens nicht 2 Wochen warten müssen…

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ZARA Online Store im Herbst 2010

Lang hat’s gedauert, und dieses Jahr soll es endlich soweit sein – die spanische Marke ZARA wird diesen Herbst nun auch einen Online-Store eröffnen, um es dem schwedischen Konkurrenten H&M gleichzutun. Laut nitrolicious.com wird der Store erst mal nur in Europa verfügbar sein, und zwar in Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, dem UK und Portugal.

Ein weiterer Schritt in die – meiner Meinung nach – richtige Richtung, seit dem im Jahr 1999 in Köln die erste Zara-Filiale Deutschlands eröffnet wurde. Marken wie H&M und Mango hat der Online-Shop sicherlich gut getan, und ich glaube, dass es auch für die Tochter der deutschen Otto-Gruppe sowie dem spanischen Textilunternehmen “Inditex” ein voller Erfolg sein wird. Also ich werde dort sicherlich des Öfteren reinschauen :)

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“Jimmy Choo for H&M” in Nürnberg

Es ist 4:00 Uhr früh an einem Samstagmorgen in Nürnberg. Es ist stockfinster, nieselig und bitterkalt.
Nichtsdestotrotz quäle ich mich aus dem Bett, steige unter die Dusche, ziehe mir fünf Lagen Klamotten an und ab geht’s mit dem Auto Richtung Nürnberger Innenstadt.

Warum genau tut man sich so etwas an seinem einzigen freien Tag in der Woche an? Natürlich nur aus einem Grund: Schuhe…

Es ist der 14. November 2009 – der Tag, an dem überall auf der Welt die extra für H&M kreierte Kollektion des britischen Designers Jimmy Choo in die Läden kommt. Natürlich nur in ausgewählten H&M-Filialen. Und Nürnberg ist eine davon.
Es ist mittlerweile 5:00 Uhr und ich parke meinen Ford in der Marienstraße auf einem glücklicherweise noch freien Parkplatz. 10 Gehminuten entfernt von der Karolinenstraße und meinem Ziel, der dortigen H&M-Filiale.

Unterwegs treffe ich noch eine Freundin – gottseidank mit Kaffee – und schon stehen an unserem Ziel. Eine kleine Absperrung vor der großen Glastür lässt erahnen, wie es hier in ein paar Stunden aussehen wird.

Doch trotz der frühen Stunde sind wir nicht die ersten. Bereits vier weitere weibliche Mitbürger um die 20 warten bereits und begrüßen uns freundlich. Denn noch gibt es ja keinen Grund böse zu sein – die ersten 20 Glücklichen, die die H&M-Filiale um 10 Uhr betreten, haben eine 100%-Garantie, die komplette Kollektion kaufen zu dürfen. Natürlich nur je 1 Teil versteht sich.

Also unterhält man sich ein wenig welche Teile man sich auf jeden Fall kaufen möchte und schaut den armen H&M-Mitarbeitern durch die frisch geputzte Glastür zu, wie sie die teuren Stücke auf Puppen ziehen.
Irgendwann wurde es 5:30 Uhr und dann 6:00 Uhr. Mittlerweile waren es um die 10 Mädchen und Frauen, die sich noch alle prima verstanden.

Die armen H&M-Mitarbeiter...

Die armen H&M-Mitarbeiter...

Doch irgendwann wurden es 20. Und jede arme Seele, die sich nach 7:00 Uhr in die Schlange einreihte, wusste ganz genau, dass sie es nicht mehr in Gruppe 1 geschafft hatte – und somit trotz des frühen Aufstehens nicht eine der Ersten wird sein können, die die teuren Schuhe und Accessoires in Händen halten wird dürfen.

Kurze Zeit später die Vergabe der Bändchen für die verschiedenen Gruppen (Gruppe 1 hat von 10:15 Uhr bis 10:25 Uhr die Möglichkeit zu shoppen) und um kurz vor 10 standen schätzungsweise 400 Menschen vor der H&M-Filiale in der Karolinenstraße, und alle wollen sie einen Teil der Jimmy Choo Kollektion abhaben.

Die Schlange ca. zwei Stunden vor Eröffnung

Die Schlange ca. zwei Stunden vor Eröffnung

10 Uhr. Die Glastüren gehen auf – und ab diesem Zeitpunkt war sich jeder selbst der Nächste. Vorbei an den Klamotten – für diese brauchte man kein Bändchen – und rauf auf die deaktivierte Rolltreppe. Hinter mir verlor jemand einen Schuh. Was soll’s. Neben mir stolperte jemand und konnte sich gerade so fangen. Was soll’s. Es gibt nur noch ein Ziel: Den ebenfalls abgesperrten und von mehreren Security-Männern geschützten Bereich mit den Schuhen und Accessoires der “Jimmy Choo for H&M” Kollektion.

Ab dann ging alles sehr schnell. 10:15 Uhr rein – zwei Paar Schuhe anprobiert, die gewünschten Handtaschen und Accessoires geschnappt und schon waren zehn Minuten vorbei und man wurde höflichst geben, den Bereich zu verlassen und sich zur Kasse zu begeben. Umringt von hunderten von – meist weiblichen – Menschen, einige weinend da sie zu spät dran waren um noch ein Bändchen abzubekommen, die meisten neidisch und äußerst böse dreinblickend.

Was ist das Fazit nach über fünf Stunden in der Kälte stehen, davon mindestens zwei zerquetscht wie auf einem Tokio Hotel Konzert? Und das nur, damit man es in die erste Gruppe schafft um auch wirklich hundertprozentige Auswahl zu haben? “Ich würd’s jederzeit wieder tun!” meinte meine Freundin Katharina. Und ich stimme ihr zu. Die nächste Kollektion kann kommen; wir sind bereit.

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